Die in Oslo börsennotierte Reederei hat erstmals ein Schiff in einem europäischen Hafen an Landstrom angeschlossen. Zum Einsatz kam dabei ein 2026 gebauter reiner Pkw- und Lkw-Transporter.
Höegh Autoliners, eine in Oslo börsennotierte Reederei, hat erstmals ein Schiff in einem europäischen Hafen an Landstrom angeschlossen. Dabei handelte es sich um den reinen Pkw- und Lkw-Transporter (PCTC) Höegh Starlight, ein 2026 gebautes Schiff. Der Anschluss erfolgte im belgischen Zeebrugge und stellt eine bedeutende betriebliche Entwicklung für das Unternehmen dar.
Die Höegh Starlight ist das siebte Schiff der insgesamt 12 Schiffe umfassenden Aurora-Klasse des Unternehmens. Die Nutzung von Landstrom in Zeebrugge ist der erste derartige Anschluss für Höegh Autoliners an einem europäischen Standort. Diese Initiative steht im Einklang mit den branchenweiten Bemühungen, Hafenemissionen zu senken, indem Schiffe ihre Hilfsmotoren während der Liegezeit abschalten können.
Betriebliche Einzelheiten und Kontext
Dieser Landstromanschluss war auch deshalb bemerkenswert, weil das Unternehmen dabei erstmals ein 11-kV-System nutzte. Die erfolgreiche Durchführung dieser Landstromversorgung erforderte laut Unternehmensmitteilungen die Koordination und den Einsatz verschiedener Teams. Durch die Nutzung von Landstrom können Schiffe elektrische Energie aus dem örtlichen Netz beziehen, ohne ihre bordeigenen Generatoren betreiben zu müssen.
Solche Infrastrukturinvestitionen in Hafenanlagen und die technische Ausstattung von Schiffen werden zunehmend Teil des weltweiten Schifffahrtsbetriebs. Häfen erweitern ihr Landstromangebot, um Umweltvorschriften zu erfüllen und Reedereien bei ihren Dekarbonisierungsstrategien zu unterstützen. Die Integration von Hochspannungsanschlüssen wie dem eingesetzten 11-kV-System ist ein technischer Aspekt dieser Entwicklungen.
Weiterreichende Auswirkungen auf den Flottenbetrieb
Die Schiffe der Aurora-Klasse, darunter die Höegh Starlight, stehen für eine neue Generation von PCTCs, die mit erweiterten technischen Fähigkeiten konzipiert wurden. Die Einführung der Landstromtechnologie auf diesen Schiffen erleichtert die Einhaltung bestehender und künftiger Umweltauflagen. Da immer mehr Häfen eine Infrastruktur zur Landstromversorgung aufbauen, erweitern Reedereien ihre betrieblichen Verfahren, um diese Anlagen zu nutzen.
Dieser betriebliche Meilenstein trägt zur Weiterentwicklung nachhaltiger Verfahren in der Schifffahrt bei. Die kontinuierliche Entwicklung und Integration von Landstromkapazitäten in Flotten und Hafennetzen unterstreichen die gemeinsamen Bestrebungen der Branche, den ökologischen Fußabdruck des Seeverkehrs zu verringern. Die technischen Aspekte dieser Integration, etwa die Spannungskompatibilität, sind für Hafenbetreiber und Schiffseigner gleichermaßen von zentraler Bedeutung.
Was das bedeutet Für Rohstoffhändler und Schiffseigner steht diese Entwicklung für die fortschreitende Integration der Landstromtechnologie in den regulären Schifffahrtsbetrieb. Sie verdeutlicht die zunehmende Verfügbarkeit von Landstrominfrastruktur in wichtigen europäischen Häfen, die sich durch einen geringeren Kraftstoffverbrauch im Hafen auf die Schiffsbetriebskosten auswirkt und potenziell kürzere Hafenaufenthalte ermöglicht. Für Schiffseigner unterstreicht sie die Bedeutung von Investitionen in landstromfähige Schiffe, um sich weiterentwickelnde Umweltvorschriften und Hafenanforderungen zu erfüllen. Dies kann Entscheidungen zur Flottenmodernisierung und die künftige Routenplanung für effiziente Hafenanläufe beeinflussen.
Quellen und Quellenangaben
Berichtet unter Bezugnahme auf Bunkerspot. Originalbericht ansehen